Kilimanjaro – Am 03.02.2018 began unser „Abenteuer Kilimanjaro“ in Moshi. Nachdem uns unser Bergführer am Vortag eingewiesen hatte, wurden Petra, Christian und ich morgens im Hotel abgeholt und zum Startpunkt dem Marangu-Gate gebracht. Es lagen 69 km und 4590 Höhenmeter an 6 Tagen vor uns.
Unser Team bestand aus uns drei, Haupt-Bergführer, Hilfs-Berführer, Koch, 6 Trägern und einem so genannten „Waiter“. Alles was unsere Gruppe brauchte musste mit rauf und wieder runter geschleppt werden.
Die erste Etappe ging über 7 km und 890 hm durch eine Regenwaldzone zu den Mandara Huts. Eine gewisse Aufregung und innere Unruhe legte sich langsam bei uns und wir erreichten mit einiger Anstrengung unser Nachtquartier auf 2720 m Höhe.
Ein herrlicher Sonnenaufgang nahm uns am nächsten Morgen in Empfang und voller Tatendrang machten wir uns auf den 11 km langen Weg zu den Horombo Huts auf 3730 m. Der dichte Regenwald wich schnell einer Heide- und Moorlandschaft und wir fühlten uns trotz der zunehmenden Höhe noch gut. Bald konnte man zum ersten Mal die beiden höchsten Gipfel des Kilimanjaro-Massivs, Kibo und Mawenzi sehen. Trotz des langsamen Gehens (Pole, Pole) wurde es immer beschwerlicher. Mein zu schwerer Tagesrucksack und die Höhe machten sich bemerkbar. Erleichterung machte sich breit als am Nachmittag endlich das Camp auftauchte.
Wir blieben einen Tag in den Horombo Huts und stiegen nur mal kurz auf über 4000 m zu den Zebra-Rocks, um uns in der Höhe zu akklimatisieren.
Früh morgens, bei blauem Himmel und Sonnenschein packten wir unsere Rucksäcke und der nächste Abschnitt wurde in Angriff genommen. Die Landschaft wurde immer karger und glich in meinen Vorstellungen der Mondoberfläche. Endlos gerade aus, leicht ansteigend lag der Weg vor uns und ich hatte das Gefühl wir kommen nie mehr an. Petra mußte immer öfter eine Pause einlegen und die letzten 500 m der 12 km zu den Kibo-Huts waren eine Torture für Sie. 4720 m, so hoch waren Petra und ich noch nie. Mit jeder Minute auf dieser Höhe ging es mir auf einmal schlechter. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schüttelfrost machten sich bei mir genauso wie bei Petra breit. Keine Chance denn Gipfel, wie vorgesehen in der Nacht zu erklimmen.
Nach einer schlimmen Nacht fühlten wir uns Gott sei Dank wieder wesentlich besser und hätten jetzt weiter gehen können, aber das Zeitfenster war längst geschlossen und wir mussten uns an den Abstieg machen. Christian hatte es bis zum Stella Point auf 5756 m geschafft und damit den Kilimanjaro bestiegen.
Natürlich waren wir beide ein wenig enttäuscht es nicht hoch geschafft zu haben. Für uns wäre es einfach fantastisch und sehr emotional gewesen zusammen an ihrem 50. Geburtstag den Sonnenaufgang am Uhuru-Peak zu erleben, aber es war in unserem Zustand nicht möglich. Zurück in den Horombo Huts ließen wir uns aber trotzdem den „Kuchen in Dose“, den ich mitgenommen hatte, schmecken.
Traditionel erfolgte am letzten Tag die Verabschiedung vom Team, bevor man sich talwärts auf die letzte Etappe begab.
Voller Euphorie, gefühlt „im Sprint“, überwanden wir die letzten 20 km bergab zum Ausgangspunkt der Tour. Ein Fahrer fuhr uns nach Arusha zur Lodge, in der unser Tour zur Serengeti nach einer kurzen Erholung starten sollte. Endlich wieder eine Dusche!
Serengeti & Ngorongoro Krater – Jetzt war erstmal Regeneration angesagt. Wir blieben 2 Nächte in Arusha und erholten uns von der Kilimanjaro-Tour. Am Morgen holte uns ein Guide von Leopard Tours ab und es lag ein langer Tag mit der ersten Safari in der Serengeti vor uns. Inzwischen war Gabi zu uns gestoßen und wir reisten zu viert weiter.
Die Fahrt zur Serengeti über die Ngorongoro Conservation Area war lang, aber mit der Sicht der ersten Tiere wurde es spannend. Nach ein paar Stunden Safari hatten wir genug und waren froh in unser Übernachtungslager, dem KatiKati-Camp anzukommen. Abendessen, ein Bier am Lagerfeuer und ab ins Zelt (Luxuszelte mit Bett und Dusche), wo man noch den Geräuschen und Lauten der Serengeti in der Nacht lauschte.
Ganz früh morgens, noch im Dunkeln, wurden wir geweckt, denn es ging zum Ballonfahren bei Sonnenaufgang. Spannend war der Start, der Korb lag auf der Seite und man saß wie ein Astronaut beim Raketenstart 90º gedreht in Position. Leider ist das Anfeuern der Heizflamme immer so laut, daß man nicht so viele Tiere sah. Aber sonst glitt man friedlich und ruhig über die Savanne im Morgenlicht.
Nach dem Frühstück war wieder Safari angesagt. Vom A wie Antilope bis Z wie Zebra sahen wir viele verschiedene Tierarten. Besonders spannend fand ich die Raubtiere, wie Löwe, Gepard und Leopard.
Im Januar-Februar findet die größte Tierwanderung der Welt in der südöstlichen Serengeti der Ndutu Area statt. Ca. 2,5 Millionen Gnus, Zebras und Gazellen ziehen auf der Suche nach frischem Gras durch die Serengeti. Wir begleiteten einige Zeit die Herden und fuhren dann zum Ngorongoro Krater, wo auf dem Kraterand unser Lodge für die Nacht thronte.
Letzter Safari-Tag, es ging in den Ngorongoro Krater, einen Einbruchkrater mit einem ca. 20 km großem Durchmesser. Die Wände sind 400 – 600 m hoch und es herrscht hier die größte Tierkonzentration Afrikas. Es gibt hier sogar Nilpferde und Nashörner. Bis zum Nachmittag fuhren wir kreuz und quer durch den Krater und verliessen ihn dann Richtung Arusha, unseren Abflugort nach Sansibar. Die Nacht verbrachten wir in einer luxuriösen, sehr schönen Lodge, deren Annehmlichkeiten wir gerne noch länger genossen hätten.
Sansibar – Es gibt Orte auf der Welt, deren Namen allein schon ausreicht, um mich von paradiesischen Stränden, türkisfarbenem Wasser und Palmen träumen zu lassen. Sansibar ist so einer. Mit einer kleineren Propella-Maschine flogen wir von Arusha nach Sansibar-Stadt. Wir verbrachten 6 relaxte Tage im Breezes Beach Club und ich verliess nur einmal mit Christian für eine Schnorcheltour die Anlage. Einziger nicht so schöner Punkt war der Strandabschnitt am Hotel. Der Sand selber war toll, feinkörnig und weiß, aber wenn man ins zu warme Wasser wollte mußte man höllisch auf die zahlreichen Seeigel und das scharfkantige Riff aufpassen. Leider hatte ich gleich beim ersten Versuch einen schmerzhaften Kontakt mit einem Seeigel. Abschliessend besichtigten wir am letzten Tag vorm Rückflug, mit einem Guide das Altstadtviertel „Stone Town“. Über Dar-es-Salaam ging es wieder nach Deutschland.
Kilimanjaro Video