Aotearoa – „Land der langen weißen Wolke“. 11,5 Stunden Flug von Frankfurt nach Seoul, 4 Stunden Aufenthalt, 11 Stunden Flug nach Auckland. Das war anstrengend, völlig übermüdet und groggy erreichten wir unser Ziel.
Auckland & Coromandel – Nach einem Rundgang durch Auckland der „City of Sails“ und einem Abendessen im Hafen machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg über die Coromandel Halbinsel mit ihren unberührten Stränden und grünen Wäldern. Bevor wir unser erstes Ziel das Städtchen Whitianga mit unserer kleinen Gruppe bestehend aus 8 Mitreisenden und unserem Guide Klaus anfuhren, wanderten wir den Waiomu Kauri Walk.
Strandbesuch mit einer Kajaktour und relaxen, bevor wir abends grillten, stand als nächstes an und wir genossen den Tag. Whitianga ist ein hübscher kleiner ruhiger Ort, den wir nach 2 Übernachtungen leider schon wieder verliessen. Unterwegs nach Rotorua, das in einem aktiven Thermalgebiet liegt, schauten wir uns einen alten Goldgräberstollen von innen an. Eine Übernachtung in Rotorua mit Besuch einer Kiwi-Aufzuchtstation.
Wai-O-Tapu & Tongariro Nationalpark – Im Thermalgebiet Wai-O-Tapu wanderten wir zwischen hoch aufschießenden Geysiren und Schlammlöchern, die vor sich hin blubbern. Dann erreichten wir den Tauposee und schließlich den Tongariro Nationalpark. Hier verweilten wir 2 Tage und wanderten zwischen den Vulkanen Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu. Ich fand die Landschaft hier faszinierend und wäre gerne länger geblieben, aber wir mussten weiter nach Wellington, unsere Fähre zur Südinsel wartete.
Wellington & Picton – Hauptstadt Wellington, der kulturelle und künstlerische Mittelpunkt Neuseelands. Mount Victoria, mit Blick auf Stadt und Naturhafen, ein Streifzug durch den Hafen und das Nationalmuseum Te Papa, dem maorischen Namen nach „der Ort der Schätze dieses Landes“. Eine faszinierende Zeitreise von den indigenen Anfängen bis heute.
Mit der Fähre schippernden wir durch die Cook-Straße und die fjordähnlichen Meeresarme der Marlborough Sounds von der Nord- zur Südinsel nach Picton.
Früh am nächsten Morgen ging es zum Queen Charlotte Sound. Wir stiegen durch den Küstenwald auf die Bergrücken und genoßen Ausblicke von umwerfender Schönheit und bewältigten einen Teil des Queen-Charlotte-Tracks.
Kaikoura & Reefton – Durch die Weinbergregion Marlborough führte unsere Strecke nach Kaikoura. Auf der gleichnamigen Halbinsel machten wir nach unserer Ankunft eine Endeckungstour. Leider wurde am nächsten Tag das Wetter schlechter und wir hatten beim „Wale Watching“ sehr raue See. Zwei Pottwale konnten wir beobachten.
Langsam rückte die Landschaft der Südalpen in den Vordergrund. Wir verliessen die Ostküste und fuhren über den Lewis-Pass nach Reefton, eine alte Goldgräberstadt. Unterwegs gab es einen Stop beim Schafscheren auf einer Farm und ein heisses Bad in schwefelhaltigen Thermalquellen. In Reefton gab’s einen urigen Goldwaschkurs bei „The Beard Mining Co.Ltd. Reeftown“.
Nachmittags machte ich mit Klaus eine extra Tour durch die Berge mit anschließendem „Nacktbaden“ in einem Fluß. War „knackig“, hatten aber viel Spaß.
Westküste & Fox-Gletscher – Die Westküste lag vor uns. Von Westport mit dem Kap Foulwind machten wir uns auf den Weg Richtung Süden. Kurzer Aufenthalt bei den Pancake Rocks in Punakaiki, wo die Brandung durch die Blaslöcher der aufgeschichteten Fladen pfeift. Von den Pancakes zu einem anderen Stein in Hokitika. Von Schwarz zu schimmerndem Grün, die Herstellung von Jadeschmuck war schon immer ein traditionelles Handwerk der Maori.
Das nächste Highlight erwartete uns mit einem Helikopterflug auf den Fox-Gletscher. Fantastisch, voller Glücksgefühle stapften wir durch den Schnee!
Abends bewunderten wir nach dem Abendessen noch den Spiegelsee „Lake Matheson“. Das war ein aufregender langer Tag und morgen sollte es früh mit einer Wanderung zur Fox-Gletscherzunge weiter gehen.
Inzwischen hatten wir das beste Wetter, der blauer Himmel bot mit der wunderschönen Landschaft ein tolles Farbenspiel. Die Gruppe war angenehm und ich fand unseren Guide Klaus super. Die langen Fahrten waren durch die abwechslungsreiche Landschaft kurzweilig und wurden immer wieder durch kurze Spaziergänge oder Besichtigungen unterbrochen.
Blue Pools & Lake Wanaka – Aufbruch, weiter ging’s ein Stück die Küste entlang, unterwegs war Zeit für einen Spaziergang am Strand bei der Mündung des Ship Creek. Jetzt ging es wieder ins Landesinnere, Lake Wanaka war das Ziel. Die „Blue Pools“, eiskalte, eisblaue Naturwunder aus reinem Gletscherwasser, das sich hier aus den Bergen sammelt waren einen weiteren Stop wert. Am späten Nachmittag erreichten wir die großen Seen Lake Hawea und Lake Wanaka.
Einen traumhaften Überblick über den See und die umliegenden Berge bekamen wir am nächsten Tag nach der Besteigung des Rocky Mountain. Wir nahmen noch ein kaltes Bad im Lake Wanaka, Abendessen und gingen, wie fast immer, müde früh ins Bett. Queenstown stand auf dem Programm.
Queenstown & Milford Sound – Die „Abenteuerstadt“, ob Bungee-Jumping, Jetboat oder Paragliding, hier in Queenstown ist alles möglich. Vorher noch ein Bier im historischen Cardrona Pub, dann ein kurzer Abstecher nach Arrowtown. Das ehemalige Goldgräberstädchen wirkt wie der Aufbau für einen Western auf mich und war schnell langweilig, sehr „touristisch“.
Am idyllischen Wakatipu-See gelegen herrscht in Queenstown ein quirliges, buntes Leben. Wir beschlossen am morgigen Tag zum Milford Sound zu fliegen, dort eine Bootsfahrt zu machen und dann am späten Nachmittag eine Runde Golf im Queenstown Golf Club zu spielen.
Mt. Cook NP & Lake Tekapo – Nach 2 Tagen und Nächten „unter Menschen“ wurde es wieder einsamer, der Mount Cook Nationalpark wurde erreicht. Namensgeber des Nationalparks ist der Mt. Cook, mit 3724 m der höchste Berg Neuseelands. Der Hooker Valley Track ist ein beliebter Wanderweg und führt mit seinen 5 km nicht allzu lang durch die alpine karge Landschaft. Ich hätte hier noch länger bleiben können, um die faszinierenden, geheimnisvollen Gipfel zu betrachten.
Nicht weniger beeindruckend fand ich die Landschaft am Lake Tekapo. Er beeindruckt mit türkisblauem Wasser und einer atemberaubenden Kulisse. Auf dem Mt. John hatte man einen tollen Rundumblick und ein wenig Zeit sich die Reise, die Übermorgen endete, noch einmal durch den Kopf gehen zulassen. Schon das letzte Reiseziel lag nun vor uns, Christchurch.
Christchurch – 2010 und 2011 wurde die Stadt von Erdbeben erschüttert und 185 Menschen verloren ihr Leben. Viele Gebäude wurden zerstört oder stark beschädigt. Dem Stadtbild sah man immer noch stark diese Katastrophe an. Um ein Überleben der Geschäfte in der Innenstadt zu ermöglichen, wurden bunten Containerboxen, als Verkaufsräume aufgestellt.
Vom Christchurch International Airport flogen wir wieder Richtung Heimat.
Vom Christchurch International Airport flogen wir wieder Richtung Heimat.