HYROX in Dänemark, ich hatte mich mit Andi im Double für den 23.03.2024 angemeldet. Petra und ich reisten schon am Mittwoch an und nutzten die Zeit uns Kopenhagen anzuschauen.
Nach dem check-in im Motel One in der Innenstadt am späten Nachmittag, ging es zum Erkunden der näheren Umgebung. Wir landeten gleich um die Ecke am Schloss Christiansborg, auch bekannt als das dänische Parlament. Es ist ein Palast- und Regierungsgebäude auf der Insel Slotsholmen im Zentrum Kopenhagens und blickt auf eine 800-jährige Geschichte als Machtzentrum Dänemarks zurück. Einst Sitz der dänischen Königsfamilie, ist der Palast heute Sitz des dänischen Parlaments, des dänischen Ministerpräsidenten und auch des Obersten Gerichtshofs von Dänemark. Nach einer Besichtigung von außen schlenderten wir noch durch die Fußgängerzone und Innenstadt.
Am nächsten Morgen wollten wir erstmal unser Auto auf einen kostengünstigeren Parkplatz außerhalb des Zentrums bringen, da die Stadt enorme Parkgebühren aufruft. Wir parkten das Auto direkt am Bella Center, dem Austragungsort des HYROX-Events und fuhren mit der U-Bahn wieder in die Innenstadt. Mit der Copenhagen-Card konnten wir alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und über 80 Attraktionen in Kopenhagen besuchen.
In Nyhavn entschieden wir uns für eine Rundfahrt im Boot und bekamen einen Blick auf Kopenhagen und viele seiner Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus. Nach 1,5 Std waren wir zurück. Entlang des Kanals mit dem Schiffsanleger liegt in bunten Häusern ein Restaurant am anderen und wir probierten Smörrebröd, eine dänische Spezialität, die hier auf fast jeder Speisekarte steht. „Lecker“!
Weiter ging es zum Schloss Amalienborg, bestehend aus vier gleich aussehenden Rokokopalästen, die sich um den achteckigen „Amalienborg Plads“ gruppieren. Dort wohnt die Königsfamilie vor allem während der Wintermonate. Das Schloss selber kann nicht besichtigt werden. Interessant fand ich die königlichen Wachen mit ihren Bärenfellmützen.
Am Langelinje-Kai an der Einfahrt zum Hafen von Kopenhagen befindet sich eine der größten Attraktionen Dänemarks, die witzigerweise auch eine der kleinsten ist: Die kleine Meerjungfrau. Die Skulptur besteht aus Bronze und Granitstein und ist inspiriert von Hans Christian Andersens Märchen über die Meerjungfrau, die alles opfert, um mit dem jungen, schönen Prinzen an Land vereint zu werden.
Auf dem Weg zurück in die Innenstadt machten wir im Design Museum halt und besuchten unter anderem die Ausstellung „Design of the Future“, in der es um die Lösung globaler Probleme geht.
Der „Rundetårn“, dänisch für runder Turm, aus dem 17. Jahrhundert ist das älteste funktionsfähige Observatorium Europas und liegt mitten in der Fußgängerzone. Um das Observatorium herum befindet sich eine Außenplattform, von der die Besucher des „Runden Turms“ eine fantastische Aussicht über die Kopenhagener Altstadt genießen können. Zur 36 Meter hohen Turmspitze gelangt man über einen spiralförmigen Gang und eine steile enge Treppe.
Jetzt hatten wir Lust auf einen Café und ein „fettes“ Stück Kuchen. In der „Conditori La Glace“, der ältesten Konditorei in Kopenhagen wurden wir fündig. Hier werden die Kopenhagener seit 1870 mit luxuriösem Gebäck versorgt und wir erhielten ein klassisches Café-Erlebnis, royale Atmosphäre inklusive.
Am Abend bekamen wir noch einen Platz in einem gemütlichen Italienischem Restaurant. „Carboloading“ für HYROX am Samstag war angesagt, also gab es Pasta.
Freitagmorgen stand Schloss Rosenborg auf dem Programm. Es war Residenz bis 1710, seitdem wird es zur Unterbringung der königlichen Kunstsammlungen verwendet. Heute ist im Schloss u.a. eine Ausstellung zur Geschichte des dänischen Königshauses untergebracht. In der Schatzkammer werden die Kronjuwelen, der Schmuck der Königin und wertvolle Orden aufbewahrt. Neben dem Schloss befindet sich die Kaserne der königlichen Wache und wir konnten den Beginn des Wachwechsel beobachten. Von hier aus macht sich königliche Leibgarde auf den Weg nach Schloss Amalienborg.
Zum Mittag trafen wir uns mit der Familie Kovar, die auch an HYROX teilnahmen. In einem kleinen, charmanten Bistro gab es eine kleine Stärkung bevor Petra und ich in die „Ny Carlsberg Glyptotek“ gingen. Das Kunstmuseum hat eine antike Sammlung mit ägyptischer, griechischer, etruskischer und römischer Kunst. Es sind überwiegend Skulpturen, die in Räumen gezeigt werden, die an antike Tempel erinnern und den Besucher durch 3.500 Jahre Kunst und Geschichte führen. Die moderne Sammlung konzentriert sich auf dänische Malerei und Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts, sowie auf französische Kunst aus dieser Zeit. Das Museum besitzt über 40 Werke von Gauguin, 35 Skulpturen von Rodin, und eine komplette Reihe der Bronzen von Degas. Das Besondere an dem Museum ist seine Architektur. Das Gebäude wurde nach einem Entwurf der Architekten Vilhelm Dahlerup und Hack Kampmann errichtet und umringt unter seiner zentralen Kuppel einen Wintergarten mit Palmen.
Inzwischen war es später Nachmittag und wir ein wenig erschöpft. Kurze Erholung auf dem Hotelbett und dann ab zum Bella Center. Hier waren wir mit Andrea und Andi zwecks „HYROX-Checkin“ verabredet. Zusammen fuhren wir mit der U-Bahn ins Stadtzentrum und gingen Pasta essen, du weißt schon „Carboloading“.
Samstag, es war soweit HYROX Kopenhagen lag vor uns.
Das waren schon sehr schöne Tage für uns in Kopenhagen, die ich genossen habe. Mit seinen royalen Gebäuden, Restaurants und Bistros, Museen und freundlichen Menschen zeigt die Stadt viel Charm und man fühlt sich willkommen. Nur ein wenig wärmere Temperaturen wären schön gewesen.