Chicago, drittgrößte Stadt der USA am Südwestufer des Michigansees gelegen, war für mich immer die Stadt des Jazz, der Gangster in den 30er Jahren und des Basketball-Teams Chicago Bulls. Zusammen mit Andrea und Andi verbrachten wir eine Woche in der Metropole und nahmen an der HYROX WM ’25 teil. Untergekommen waren wir in einer Airbnb-Wohnung in Chinatown.
Während unserem ersten Besuch der „Downtown“ schlenderten wir auf dem „Chicago Riverwalk“, eine malerische Fußgängerpromenade entlang des Südufers des Chicago River. Während der Sommermonate ist die begehrte Promenade, Dank der zahlreichen Restaurants, Cafés, Parkanlagen mit Bänken und Aussichtspunkten, ein vielbesuchter Aufenthaltsort. Hier startete auch unsere Bootstour, die „Architecture River Cruise“ für einen atemberaubenden Blick vom Wasser aus.
Nachmittags trafen wir uns mit Simone und Dieter , die auch wegen der HYROX WM da waren, auf dem Aussichtsdeck „360 Chicago“. Im 94. Stock des John Hancock Centers hatte man einen 360-Grad-Panoramablick über die legendäre Skyline der Stadt und darüber hinaus. Wir gönnten uns noch ein paar Cocktails in 314m Höhe in der Cloud Bar, bevor wir wieder zurück nach China-Town fuhren.
Am nächsten Tag war der „Millenium Park“ unser erstes Ziel. Der Park ist eine lebhafte städtische Oase im Herzen des Chicagoer Loop-Gebiets. Dieser 24,5 Hektar große öffentliche Park zieht jährlich Millionen von Besuchern an. Er ist eine eindrucksvollen Mischung aus moderner Architektur, innovativen Kunstinstallationen und üppigen Grünflächen.
Das Herzstück ist der „Jay Pritzker Pavilion“. Entworfen vom Architekten Frank Gehry, besticht diese Konzertmuschel durch ihr markantes, kurviges Design aus Edelstahl. Der Pavillon bietet Platz für 4.000 Sitzplätze und die Rasenfläche zusätzlich für 7.000 weitere Zuschauer. Er dient als erstklassiger Veranstaltungsort für Open-Air-Konzerte und Events. Kein Besuch wäre vollständig ohne einen Blick auf „Cloud Gate“ (The Bean). Diese ikonische Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor besteht aus poliertem Edelstahl und reflektiert die Skyline der Stadt und die Besucher in einer faszinierenden, verzerrten Weise.
Ein weiteres Highlight des Millennium-Parks ist die „Crown Fountain“. Entworfen vom spanischen Künstler Jaume Plensa, besteht diese interaktive Installation aus zwei 15 Meter hohen Glastürmen an beiden Enden eines flachen Reflexionsbeckens. Die Türme zeigen digitale Videos von Gesichtern der Chicagoer Einwohner, die periodisch Wasser spucken und so ein spielerisches und erfrischendes Erlebnis für die Besucher schaffen, besonders in den heißen Sommermonaten. Der Brunnen ist bei Kindern und Familien sehr beliebt und bietet eine wunderbare Mischung aus Kunst und Spaß.
Der „Buckingham Brunnen“ gilt als die größte illuminierte Wasseranlage der Welt. Mit einem Fassungsvermögen von knapp sechs Millionen Kubikmetern Wasser ist er ein technisches Meisterwerk. In den Sommermonaten wird stündlich eine imposante Wassersäule von fast 50 Metern in den Himmel geschossen.
Natürlich mussten wir die aus Chicago stammende „Deep Dish Pizza“ probieren. Lecker, aber vielleicht „ein wenig“ zu viel Käse für meinen Geschmack. Nach diesem „gehaltvollen“ Mittagessen ging es zum „Navy Pier“, eine etwa ein Kilometer lange Seebrücke im Michigansee. Neben Shoppingangeboten, Fahrgeschäften, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Bootstouren war hier der Austragungsort der HYROX WM. Nach dem Check-In von Andi, Simone und mir für die WM und einem Bummel über den Pier, schipperten wir mit einem Wasser-Taxi wieder zurück. Wir verweilten noch ein wenig an der „Crown Fontain“ und liessen den Tag bei einem Restaurantbesuch ausklingen.
Am Donnerstag, dem Beginn der WM, schauten wir uns noch einiges in der Stadt an, bevor es zum „Einmarsch der Nationen“ und den ersten Rennen ging.
Das „Field Museum of Natural History“, mit seinen 85.000 Quadratmetern und den etwa zwei Millionen Besuchern im Jahr ist eines der größten Museen der Welt. Neben vielen anderen Ausstellungen ist eine große Sammlung von Dinosauriern und Eiszeitsäugetieren wie wollhaarigen Mammuts zu bestaunen. Der Star dieser Ausstellung ist „Sue“, das größte bislang entdeckte vollständige Skelett eines Tyrannosaurus rex. Wir erkundeten das Museum am Samstag bevor es am Sonntag dann für Andi und mich ernst bei der WM wurde.
Chicago hat uns überrascht und echt gut gefallen. Eine hübsche Stadt mit einem gewissen Flair.