Endlich war es soweit, der Saisonhöhepunkt „The World Championchips of Fitness Racing“ begann und ich war dabei! Mein Double-Partner Andi und ich waren sogar nach unseren Qualifikationszeiten von Kopenhagen und Berlin Mitfavorit in der Kategorie Men Double Altersklasse 60-69.
Am Freitag fand die Registrierung, die WM-Shirt-Ausgabe und der „Einmarsch der Nationen“ statt, bevor es am Abend mit den Elite15-Rennen der Damen und Herren zum ersten Mal zur Sache ging. Beim entlanggehen des „Walk of Fame“ um in die Halle zu gelangen wurde mir langsam bewußt, das ich tatsächlich bei der HYROX-WM war.
Während der Wartezeiten bei den verschiedenen zu erledigenden Stationen kam man leicht mit anderen Athleten ins Gespräch und es herrschte eine erwartungsvolle positive Stimmung. Etwa 4200 Athleten aus der ganzen Welt nahmen an den Weltmeisterschaften teil und der „Einmarsch der Nationen“ in die vollbesetzte Halle hinterließ schon einiges an emotionalen Eindrücken. Gänsehaut pur!
Petra mußte leider am Samstag schon wieder abreisen, da sie Montag ganz früh mit ihrer Mutter in den Urlaub fuhr. Sie fehlte mir beim Wettkampf, besonders vor dem Start.
Sonntag, unser Renntag. Jetzt wurde es auch langsam Zeit, das es los ging. Letzte Startwave 15:20 Uhr, Nervosität und Anspannung stieg. Es war sehr warm mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit in der Halle und wir hörten von Athleten, die ihr Rennen beendet hatte, das die Bedingungen nicht einfach waren.
Wie geplant gingen wir die ersten Runden schnell an um einen Vorsprung vor dem spanischen Duo, unseren vermeintlichen Hauptkonkurrenten, zu erarbeiten. Aber wir merkten schnell, das sie sich nicht abschütteln ließen. Auch das schottische und ein weiteres deutsches Team klebten an uns. Langsam wurde klar, das die Podiumsplätze unter uns vier Doubles ausgemacht wurden, der Rest des Feldes verlor immer mehr den Anschluss. Bei Workout 4 den Burpees, kurz vor der Hälfte des Rennens, gingen die Spanier in Führung. Wir behaupteten aber den zweiten Platz, zwar relativ knapp aber stetig. Es war ein irre anstrengendes Rennen bei den hohen Temperaturen und wir fühlten uns nicht wirklich gut beim Laufen. Dann der Schock, es waren nur noch der letzte Kilometer und die Wallballs zu absolvieren, starke Krämpfe bei Andi! Mit lautem Aufschreien vor Schmerzen und einigen Stops kämpfte sich Andi vorwärts. Wir verloren natürlich den zweiten Platz und rutschten auf den vierten ab. Bei den Wallballs ließen die Krämpfe nach und wir versuchten alles und kamen Sekunde um Sekunde an die anderen heran, aber am Ende fehlten uns drei besch… Sekunden zur Bronzemedaille. Ende und aus, nach der Ziellinie fiel ich auf die Knie, da war nur noch eine Leere und tiefe Enttäuschung.
Respekt und Danke an Andi, das er das Rennen nicht aufgab und sich trotz der Schmerzen durchkämpfte. Nachdem sich die Enttäuschung nun etwas gelegt hat und man die WM Revue passieren läßt, das war schon ein mega Event und tolle Tage in Nizza. Danke Andi auch für das Training und die Wettkämpfe in Kopenhagen und Berlin, also für unsere gesamte „HYROX Double-Reise“ von Januar bis zur WM. Es hat mir viel Spaß gemacht und … WIR WAREN DABEI!