Sardinien

Nachdem es mir in Italien so gut gefallen hatte, wählten wir als nächstes Wanderreisenziel Sardinien aus. Vom 28.05.-04.06.2023 ging es über München an die Ostküste Sardiniens nach Santa Maria Navarrese.

Für die Jahreszeit hatten wir ungewöhnlich niedrige, aber zum Wandern angenehme Temperaturen und meist bewölkten Himmel. Das kleine Hotel, mit gutem einfachem Essen, lag nahe am Strand und wahr vollkommen ausreichend.

Unsere erste Wanderung führte von Santa Maria Navarrese vorbei am Monte Oro Richtung Golgo-Hochebene. Von der Terrasse über Baunei konnten wir  weit  von Tortoli über Lanusei und Arzana ins Gennargentu-Gebirge sehen. Gehzeit ca. 4,5 Stunden. Von Baunei aus fuhren wir mit dem öffentlichen Bus zurück zum Hotel.

Am Dienstag starteten wir zu einer sehr schönen Küstenwanderungen direkt am Hotel. Auf dem Zubringer-Trail der berühmten Trekkingroute Selvaggio Blu liefen wir am Meer entlang zur markanten Felsnadel Pedra Longa. Die Ausblicke auf die weite Ostküste und auf die steil ins Meer abfallenden Felsen der Punta Giradili waren beeindruckend. Nur fand ich die Strecke mit ca. 3 Stunden etwas kurz.

An der Pedra Longa gab es in einem Lokal Mittagessen und ich probierte auf Empfehlung eine typische sardische Spezialität, Spaghetti alla Bottarga (Fischrogen der Meeräsche). Sehr lecker! Zurück ging es mit einem kleinen Boot.

Mittwoch war ein wanderfreier Tag, was angesichts des heutigen Regens ganz gut getimed war. So konnten wir den Grotten Su Marmuri bei Ulassai einen Besuch abstatten. Fantastische Einblicke in die Unterwelt. Anschliessend gab es ein von Toni „Gelage“ genanntes üppiges Essen. Der erste Eindruck der Mitreisenden bestätigte sich und man wuchs so langsam zusammen.

Am nächsten Wandertag brachte uns der Bus hinauf auf die Golgo-Hochebene. Hier befindet sich der Einstieg zum Wanderweg der Cala Goloritzé. Durch ein markantes Felsentor erreichten wir schließlich die 143 m hohe Felsnadel „Aguglia“. Über ein kurzes Waldstück gelangten wir zu einem Panoramapunkt, der uns den Blick steil zur Bucht Cala Goloritzé öffnete. Eine ausgiebige Pause erlaubte uns am Strand zu verweilen, zu baden und zu entspannen.

Per Bustransfer gelangten wir am Freitag zum Startpunkt „Campu Oddeu” auf 950 m Höhe. In dieser Landschaft begegnet man oft frei laufenden Schafen, Ziegen und Schweinen. Der Weg durch die Schlucht Codula de Sa Mela, über teils große Felsbrocken, bot großartige Ausblicke.

Am letzten Tag gab es die Möglichkeit etwas unabhängig von der Gruppe zu machen. Einige machten einen Bootsausflug der Küste entlang, einige besuchten die nächste Stadt und Petra ging mit zwei anderen den Strand entlang erkundete die Gegend, kehrten hier und da ein und liessen es sich entspannt gut gehen. Ich machte mit unserem Guide Toni und Mario eine Klettertour auf die umliegenden Felsen. War echt klasse und hat richtig Spaß gemacht!

Fazit – Alles in allem war es eine schöne Woche, die sich gelohnt hat. Sardinien ist für mich nicht gerade die schönste Mittelmeerinsel. Die Wanderungen waren durchschnittlich und hätten ruhig etwas länger sein können. Der Klettertag war grandios, hätte es gerne mit Petra zusammen gemacht und erlebt, aber es wäre wohl zu schwierig und gefährlich für sie gewesen. Die meisten Mitreisenden waren sehr sympathisch und man hatte nach der Woche das Gefühl sich gut zu kennen.

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