Vom 21.08. bis zum 25.08.2014 trafen wir uns mit Sabine und Frank zum wandern in Rathen. Die beiden Berliner kennen wir von unserer Hawaii-Reise letztes Jahr und wir freuten uns sehr sie wieder zu sehen.
Rathen, ein malerischen Ort im Herzen des Elbsandsteingebirges ist berühmt für seine atemberaubende Lage an der Elbe und am Fuß der weltbekannten Bastei. Der Ort ist verkehrsberuhigt, so dass man auf der anderen Seite der Elbe parken und mit der Fähre übersetzen soll. Wir sind natürlich von der falschen Seite gekommen und mussten einen kleinen Umweg bis zur nächsten Brücke fahren.
Nach Kaffee und Kuchen erklommen wir noch am Ankunftstag den steilen Anstieg zur Bastei. Einst trieben hier Raubritter ihr Unwesen. Heute ist die Bastei eine beliebte Sehenswürdigkeit, von der sich ein einmaliges Panorama mit Blick auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den Lilien- oder den Königstein bietet. Durch die Felsformation zieht sich eine 76,5 m lange Brücke über die man zur bekannten Ruine der Felsenburg Neurathen gelangt. Sie ist die größte mittelalterliche Felsenburg der Region.
Am nächsten Morgen wanderten wir von Rathen zum Lilienstein. Der eindrucksvollste Tafelberg der Sächsischen Schweiz ist mit seinem 415 m hohen bewaldeten Plateau und einer Lage in einer Elbschlinge der Lilienstein. Er bietet eine traumhafte Aussicht über die Sächsische Schweiz und einen Blick auf die Festung Königstein sowie Bad Schandau. Der etwas beschwerlichere rund 2 km lange Aufstieg geht durch einen lichten Mischwald, vorbei an Felsblöcken und Gesteinsschutt. Der Schlußabschnitt an der Steilwand verlangt einige Anstrengungen. Zum Teil auf Eisenleitern und über mehr oder weniger abenteuerliche Stiegen klettert man die letzten Meter auf das Plateau hinauf. Auf der Süd-Seite stiegen wir wieder hinab Richtung Königstein und schipperten mit einem Schiff der Sächsischen Dampfschifffahrt zurück nach Rathen.
Abends hatten wir Karten für die Vorstellung „Faust-Rockoper“ auf der Felsenbühne Rathen. Eine „interessante“ Inszenierung des klassischen Faust von Johann Wolfgang von Goethe. Gott sei Dank blieb es bei der Open-Air Veranstaltung trocken und es war schöner Abend.
Inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe erhebt sich die Festung Königstein. Das 9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über den Fluss. Hier sind die älteste erhaltene Kaserne Deutschlands, der tiefste Brunnen Sachsens, die erste sächsische Garnisonskirche und die Nachbildung des legendären Riesenfasses Augusts des Starken zu bestaunen. Die unbezwingbare „Sächsische Bastille“ verwahrte einst den Porzellan-Erfinder Johann Friedrich Böttger vor dem Zugriff anderer Fürsten. Für prominente Häftlinge wie August Bebel und Frank Wedekind war die Festung ein gefürchtetes Gefängnis. Heute ist sie mit Aufzug und Panoramalift mühelos zu erklimmen. Wir waren natürlich zu Fuß unterwegs und stiegen vom Ort Königstein aus nach oben zur Festung.
Heute am letzten Tag machten wir mit dem Schiff einen Ausflug zum Schloss und Park Pillnitz. Die im 18. Jahrhundert errichtete Anlage ist in Pillnitz, ein Stadtteil Dresdens, direkt an der Elbe gelegen. Die Parkanlage, welche 1706 durch Kurfürst „August den Starken“ gekauft wurde, besteht im wesentlichen aus drei Gebäudeteilen. An der Elbe liegt das Wasserpalais, gegenüber in Richtung Borsberg das Bergpalais und dazwischen das Neue Palais. Später entstand zwischen dem Berg- und dem Wasserpalais ein barocker Lustgarten. 1778 erweiterte man die Parkanlage durch einen englischen Garten, 1790 durch einen chinesischen Garten und am Ende des 19. Jahrhunderts kam eine Nadelgehölzanlage dazu. Auf einer Fläche von ca. 28 Hektar findet man somit eine umfassende botanische Sammlung vor. Weitere Highlights im Schlosspark Pillnitz sind: die Orangerie, ein Pavillon im englischen und chinesischen Garten und das Palmenhaus mit der ältesten japanische Kamelie in ganz Europa. Nachdem das neue Schloss fertiggestellt worden war, nutzte das sächsische Königshaus Schloss und Park Pillnitz als Sommerresidenz.
Die Gegend hier ist wirklich eine Reise wert. Gut das Sabine und Frank uns den Vorschlag machten hier ein paar Tage zusammen zu verbringen. Schön war es die Beiden nach längerer Zeit mal wieder gesehen zu haben. Das Wetter hätte ein wenig besser sein können, aber richtig nass sind wir nur einmal am letzten Tag geworden. Insgesamt war es super!