Am letzten Wochenende im September 2018 fand der Ryder-Cup in Paris statt. Zusammen mit Gaby und Christian besuchten wir das Großereignis im Golfsport und machten uns vier schöne Tage in Frankreichs Hauptstadt.
Den ersten Tag nutzten wir, nachdem wir morgens angekommen und kurz in unser Hotel waren, zu einer vorher gebuchten Stadtführung zu Fuß. Treffpunkt mit der Dame die uns vier die Stadt zeigen sollte war Notre-Dame. Wir schlenderten durch die Straßen und die Zeit verging wie im Flug. Es ist schon echt von Vorteil jemanden mit Hintergrundwissen über die Gebäude und Menschen der Stadt dabei zu haben. Nachdem sich unsere Guide am Nachmittag wieder verabschiedet hatte, ging es zurück ins Hotel Best Western Faubourg Saint-Martin, kurz mal relaxen. Ich glaube wir hatten das kleinste Zimmer „ever“. Man mußte sich absprechen um ums Bett auf die andere Seite des Zimmers zu kommen. Aber ansonsten war unser kleines, relativ nah am Zentrum gelegenes Hotel ok. Abends fanden wir um die Ecke Platz in einem kleinen urgemütlichen Restaurant und hatten ein genussvolles Essen.
Der zweite Tag begann mit einer erneuten Führung, dieses Mal durch „Les Passages couverts“, versteckte Passagen hinter den Pariser Boulevards. Passage Jouffroy, Passage Verdeau, Passage des Panoramas, Galerie Vivienne, Passage de 2 Pavillons und Jardin du Palais Royal standen auf dem Programm. Wir erkundeten die für ihre trendigen Läden, süßen Cafés und coolen Kunstgalerien bekannten überdachten Gänge und erfuhren ihre Fakten und Geschichte. Eine deutschsprachige Studentin fungierte als Guide, sehr empfehlenswerte Führung. Von ihr bekamen wir dann noch Tips für den Nachmittag.
Montmartre war das nächste Ziel. Ein Spaziergang durch das Viertel, Essen, Besichtigung von Sacré-Coeur und schon war der Nachmittag vorbei. Und natürlich konnten wir dem Schaufenster von Christophe Roussel und seinen Macarons nicht wiederstehen.
Für den Abend war ein besonderes Essen geplant. Im Herzen des Bois de Boulogne, in der prachtvollen Atmosphäre eines Pavillons von Napoleon III dinierten wir im „Le Pré Catelan“, ein 3 Sterne Restaurant unter der Küchenleitung von Frédéric Anton.
Sonntag, Tag der Einzel und der Entscheidung beim Ryder-Cup. Nach dem Frühstück ging es mit dem Zug und dem Bus zur Anlage Golf National in Saint-Quentin-en-Yvelines. Trotz der ca. 80.000 Zuschauer am Tag war die An- und Abreise problemlos. Wir erlebten Ryder-Cup pur, Weltklassegolf, Spannung bis zum Ende, atemlose Stille im Wechsel mit aufbrandendem Jubel tausender Fans. Es war schon ein einzigartiges unvergessliches Erlebnis.
Heute an Tag vier war wieder Kultur angesagt, eine Führung durch den Louvre. Das Pariser Musée du Louvre ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1793 das meistbesuchte Museum der Welt. Jedes Jahr strömen über 8 Millionen Besucher hierher, um die Mona Lisa und mehr als 35,000 andere Kunstwerke zu sehen. Von der Vorgeschichte bis zu zeitgenössischen Werken sind rund 600,000 Quadratmeter Ausstellungsfläche voller kultureller Wunder. Wie man sich vorstellen kann, ist es wirklich hilfreich, das Gesuchte mit Hilfe eines Guide einzugrenzen. Ein weiterer Vorteil dieser privaten Führungen ist der Wegfall der Wartezeit am Eingang. Unter anderem sahen wir den „mittelalterlichen Louvre“, die „Venus de Milo“ von Alexandros von Antiochia, „Das Floß der Medusa“von Théodore Géricault und natürlich die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci.
Nach dieser interessanten, lehrreichen Führung durch den Louvre machten wir einen Spaziergang durch das Viertel Marais. Es liegt im Herzen von Paris und verdankt seinen Charme dem Reichtum seiner Architektur und seiner Geschichte und lädt zur Entspannung und zum Shopping ein. Sehr schön war der romantische Place des Vosges, errichtet in der Renaissance und der älteste Platz von Paris. Hier gibt es kleine Grünflächen, umgeben von Backsteinhäusern, die vielen Persönlichkeiten wie Victor Hugo, Madame de Sévigné oder Colette zur Heimat wurden.
Zum Abschluss der Parisreise hatten wir für ein Abendessen auf dem Eiffelturm einen Tisch reserviert. Mega Aussicht, aber insgesamt hinterließ alles an diesem Restaurant einen sehr touristischen Eindruck.