Mallorca ’17

Der Norden Mallorcas zählt mit den Halbinseln Formentor und Victoria und dem bergigen Hinterland zu den schönsten Wanderzielen. Es ging hoch hinaus auf die Gipfel des Nordens und hinunter in die Täler und Schluchten. Sportlich oder entspannt, alle Wanderungen waren wie bei Wikinger gewohnt sehr „gehenswert“.

Am ersten Tag wanderten wir vormittags mit unserer Reiseleiterin Anna zum mittelalterlichen Kloster Puig de Maria mit seinen herrlichen Ausblicken auf Pollença und die Buchten des Nordens. Nachmittags ging es nach einem kurzen Marktbesuch in Pollença in das Bóquertal mit Bademöglichkeit in der Cala Vall de Bóquer. Die beiden ersten Etappen waren zum Einlaufen und recht kurz gehalten. Am Abend erklärte uns Anna, dass es ab morgen einen Wechsel mit Andy als Reiseleitung geben wird.

Mit neue Wanderführerin ging es am zweiten Tag auf die Wanderung von Pollença aus durch das schöne Tal Vall d’en March und hinauf durch uralte Steineichenwälder bis zum berühmten Kloster Lluc, der bedeutendsten Pilgerstätte der Insel. Sehr schöner Weg ohne steilere An- und Abstiege. Wir waren ca. 4,5 Stunden unterwegs und am Ziel gab es noch eine Führung durch das Kloster bevor die Gruppe mit dem Bus zurück ins Hotel gebracht wurde.

Die große, Vier-Sterne-Anlage PortBlue Club Pollentia Resort & Spa lag zwischen Puerto Pollença und Alcúdia und befand sich in einer weitläufigen Gartenanlage mit fünf Außenpools. Sie bestand aus kleinen Gebäudeeinheiten mit max. zwei Stockwerken sowie einem Hauptgebäude mit Rezeption, Restaurants, Bars und Minimarkt.

Tag drei, auf zur Halbinsel Victoria, wir gingen auf alten Piratenpfaden oberhalb der Küste bis auf den Talaia d’Alcúdia (445 m). Die Halbinsel begeisterte uns mit spannenden Wegen und eindrucksvollen Ausblicken auf das gegenüberliegende Cap de Formentor. Wir waren dieses Mal länger unterwegs und es wurde schon dämmrig als wir endlich das Ziel, eine Strandbar erreichten.

Heute am vierten Tag stand der höchste alleinstehende Gipfel, den man als Tourist erklimmen kann, der Puig de Massanello mit 1364 m Höhe auf dem Programm. Höher geht es nur auf dem Südwestgipfel des Puig de Major, mit 1401 Metern Höhe. Der Gipfel des höchsten Berges Mallorcas ist aber leider Sperrgebiet. Ein Zutritt ist dem spanischen und US-amerikanischen Militär vorbehalten. Das erste Teilstück war ein gut zu gehender Wanderweg. Aber schon bald wechselte das Gelände und es ging nur noch über Felsen und Steine. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so gut und es wurde immer windiger und der Aufstieg immer anstrengender. Kurz vorm Gipfel brachen einige Gruppenmitglieder ab, darunter leider auch Petra. Oben angekommen war durch das schlechte Wetter die Aussicht auf die Insel getrübt und der starke Wind verkürzte unseren Gipfelaufenthalt auf ein paar Minuten.

Nach dem anstrengenden Tag gestern auf dem Massanella, legten wir am fünften Tag einen verdienten Ruhetag ein.

Tag sechs, letzte Wanderung über die Halbinsel Formentor entlang des Camí Vell del Far. Diese Route birgt zwei eindrucksvolle Schätze der Halbinsel, den höchsten Punkt der Wanderung den Fumat und die Cala Murta mit ihrem kristallklaren Wasser. In der Bucht machten wir ein Picknick und badeten im Meer. Bevor uns der Bus zurück ins Hotel brachte gab es noch einen Stop am Aussichtspunkt „Mirador el Colomer“. Die Aussichtsplattform befindet sich auf einer Höhe von 200 m über dem Meer und besticht durch unvergessliche Eindrücke.

Die Woche ging wieder einmal sehr schnell vorbei. Es waren tolle Wanderungen, besonders auf den Halbinseln Victoria und Formentor, mit einer sehr sympathischen Gruppe und einer sehr guten Reiseleiterin. Hotel war ok, aber einfach zu groß, wir mögen lieber kleinere persönlichere Unterkünfte.

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